So, nun ist es also doch noch soweit gekommen. ich bin jetzt offiziell ein Fürther...
der umzug lief letzten samstag und die wohnung ist an und für sich wunderbar, wäre da im hintergrund nicht eine genossenschaft, bei der man nachfragen muss, ob man denn überhaupt eine waschmaschine aufstellen darf. wahrscheinlich darf ich demnächst noch einen antrag mit dreifachem durchschlag einreichen, wann ich austreten darf.
aber nun mal von vorne, bevor wir überhaupt einziehen konnten, musste clocki ja seine sucht befriedigen und hat emsig kabel ohne ende durch die wohnung verlegt. der ganze kabelstrang läuft in einem kleinen kämmerlein, auch kabuff genannt zusammen. doch wie sollte es auch anders sein, ich erwische beim bohren natürlich kabel (man merke hierbei an, dass an dieser stelle KEIN "ein" steht). bei meinem glück habe ich nicht nur ein, sondern gleich drei und nicht nur einfache telephon- oder stromkabel, sondern antennenkabel durchtrennt. so lernt man seine nachbarn auf jeden fall auch einmal ganz schnell kennen.
doch hilfe nahte und ich bin maddin immernoch tierisch dankbar. so hatten wir die kabel innerhalb von zwei stunden wieder geflickt und die nachbarn konnten etwas verspätet ihre tagesschau kucken. bin ich nur froh, dass das ganze vor der em passiert ist. nun waren alle patch-, sat-, telephon- und sonstigen kabel verlegt und der tag des umzugs war gekommen.
los ging es morgens um 0800 und es waren auch fast alle pünktlich. kräftig schwitzend wurde der lkw immer voller und siehe da mein plan ging auf: der laderaum war voll und alles war drinnen, sodass wir nur einmal fahren mussten. in fürth angekommen das ganze jetzt also rückwärts. nachdem die möbel alle durch das sehr enge treppenhaus wieder in einen zweiten stock gehievt worden waren, gab es erst einmal eine pause mit stärkung. so ein sit-in auf der straße ist übrigens nicht nur kräfte-erneuernd, sondern bringt einem viele belustigte oder gar auch beneidete blicke ein.
das tragen nahm dann auch mal ein ende und so blieb nur noch eins: der SCHRANK.
das ding sieht gut aus und bietet gut platz, ist dafür aber bescheiden auf- und abzubauen. wenigstens ist in der wohnung die denke hoch genug, sodass wir den schrank locker im liegen zusammensetzen und ihn danach aufrichten konnten. fehlten nur noch die rückwände und die türen. um die wackeligen rückwände zu befestigen brauchte es viele hände und noch mehr humor.
nachdem das nun auch geschafft war konnte der schrank in die ecke wandern und die türen wurden angebracht. ich muss zugeben, wenn man 10 hände hat, lässt sich der schrank doch relativ einfach aufbauen. und nachdem wir komischerweise alle noch vor kraft gestrotzt haben, wurde das bett auch gleich aufgebaut. leider mussten wir hierbei verluste melden.
nun steht die wohnung voll und die dinge müssen verräumt werden. natürlich konnte ich es ohne ein funzendes lan nicht lange aushalten und so ließ ich es mir nicht nehmen drei nächte in besagtem kabuff zu sitzen um alles ordentlich zu verbauen, aufzulegen und zum laufen zu kriegen. eigentlich wollte ich ja meinen schönen serverschrank hierfür benutzen, doch dafür hätte ich einen durchbruch zur küche gebraucht, da ich sonst die tür nicht mehr hätte öffnen können. also hält jetzt ein norwegisches regal dafür her, meinem equip einen unterschlupf zu bieten. zigfach habe ich überlegt, wie das ganze denne aussehen soll, wie wo welche kabel laufen und vor allem wohin. doch nun denke ich ist mir das ganze recht gut geglückt, es funzt alles und sieht dazu noch wahnsinnig ordentlich aus. hinterher hab ich mir sogar die mühe gemacht alles zu erfassen und niederzuschreiben, denn wenn einmal etwas geändert werden soll, weiß ich in einiger zeit nicht mehr genau, wie alles aufgebaut ist. jetzt liegt der ordner mit der docu ordentlich mit im regal und ist immer griffbereit.
!!!VICTORY!!!
connection established
wie bei jedem umzug ging natürlich auch hier was zu bruch, aber wenn schon, denn schon dachten wir uns
und prompt, als wir fertig waren...
etwas tragisches hat die ganze sache aber noch. am ende der tragerei hat mein sprunggelenk beim auftreten ein hörbares und sehr schmerzendes knirschen von sich gegeben und seitdem kann ich den fuß wieder nicht gerade auf den boden setzen. so wird es mir kaum möglich sein am sonntag aufs spielfeld zu gehen, trotzdem würde ich mich freuen, wenn wieder ein paar leute zum zuschauen kommem würden.
jetzt darf ich noch drei bis vier wochen warten, bis ich wieder ins netz komme. den luxus einer umts-tages-flat kann ich mir ja schließlich nicht jeden tag leisten. bis dahin muss ich wohl doch öfter auf das internet-cafe um die ecke ausweichen, welch spaß. naja, vielleicht lässt mich ja ein lieber nachbar seinen zugang mitnutzen, ich bin ja schon bekannt.