gerade als ich mein abitur bestanden hatte, bekam ich "Hartmut und ich" von einem bekannten geschenkt. es war auch zu jener zeit, da zur debatte stand, ob ich mit dem doppler eine wg starte und genau jenes thema wird in diesem buch beschrieben.
"hartmut und ich" erschien erstmals sommer 2005 beim fischer-verlag und ist 236 seiten stark, wirklich stark :-)
hartmut, ein ewiger student und "ich" wohnen in einer ziehmlich chaotischen wg in der so einiges von einer fliegerbombe, bis hin zu einem "zeitreisetor" alles möglich ist und sogar passiert. der erste teil ist auch noch beim x-ten durchlesen die reine freunde und man kann sich in manche situationen bildlich hineinversetzen und riecht fast den benzinfleck in der wohnung. ich kann wirklich nur jedem ans herz legen, dieses buch zu lesen :-)
umso erfreuter war ich zu erfahren, dass es eine fortsetzung gibt und ich diese letzte woche von
fraun geschenkt bekommen habe. die freude legte sich, als ich feststellen musste, das "Voll beschäftigt" nicht mehr auch nur ansatzweise die spritzigkeit und den witz des vorgängers inne hat. die kapital laufen zäh dahin und nach ca. 60 seiten musste ich mich wirklich durchbeißen. dabei werden die erlebnisse der beiden immer abstruser und gipfeln bis hin zur schieren unwirklichkeit. dabei war es genau die nähe zum leben eines jeden, die mich am ersten band so gefesselt hat. ich glaube ich hätte den folgeband nicht lesen sollen...
für mich scheint es, als ob Oliver Uschmann an seinen ersten erfolg unbedingt anschließen wollte/musste. doch das ergebnis ist weit von einer gelungenen fortsetzung entfernt. auffällig ist für mich nur, dass genau solch eine situation, vom senkrechten aufstieg zum jähen fall, im eigenen buch erwähnung findet...
trotzdem freue ich mich schon darauf "Hartmut und ich" wieder zu lesen :-)